july, 2019

tue16jul20:0022:00Mediale Schlammschlachten. Über Boulevardmedien und AggressionLesung20:00 - 22:00 Event Type :Lesung

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Lesung und Diskussion

Die Pressefreiheit ist heute wieder in aller Munde. Was aber, wenn es gerade die Presse ist, die die Rechte des Menschen, dabei vor allem sein Recht auf Würde, auch nach seinem Tod nicht respektiert? Wann wird diese behauptete Freiheit der Presse eine Zumutung, eine Ausbeutung, eine Entwürdigung? Und auf welche Weise kann man über massenmediale Verstöße gegen die Menschenwürde anschreiben, ohne selbst zu weiterer Skandalisierung beizutragen?

Tanja Šljivar hat sich unter Bezugnahme auf Henrich Bölls „Verlorene Ehre der Katharina Blum“ und einen seit Jahren von den serbischen Medien wiederholt thematisierten Skandal um den nicht geklärten Mord an einer populären Sängerin mit diesen Themen auseinandergesetzt. Sie wird ihre literarische Verarbeitung dieser Fragen vorstellen und sie im Gespräch mit Elena Messner diskutieren.

 

Moderation: Elena Messner; Autorin, Kulturwissenschaftlerin
Am Podium: Tanja Šljivar; Autorin
Es liest: Mascha Dabić; Autorin, Übersetzerin

 

Der Text von Tanja Šljivar wurde von Mascha Dabić ins Deutsche übertragen.

Tanja Šljivar arbeitet als Dramatikerin in verschiedenen Ländern (Serbien, Bosnien, Deutschland) und Medien (Theater, Film, Literatur, Performance, Radio). Im Jahr 2018 wurden ihre Stücke am Deutschen Theater Berlin, am Schauspiel Stuttgart, am Theater Dortmund, am Atelje 212 Belgrad und am Nationaltheater Užice aufgeführt. Derzeit arbeitet sie als Chefdramaturgin am Belgrader Nationaltheater, bemüht sich aber, weiterhin als freie Autorin zu denken und zu arbeiten.

Elena Messner ist als Autorin und Kulturwissenschaftlerin tätig. Neben wissenschaftlichen Texten schreibt sie Prosa, Essays und Theatertexte. Zuletzt war sie als Lehrende fünf Jahre an der Universität Aix-Marseille tätig. Publikationen: »Das lange Echo« (Roman, 2014), »Postjugoslawische Antikriegsprosa« (Wissenschaftliche Studie, 2014), »In die Transitzone« (Roman, 2016), »Warum feiern. Beiträge zu 100 Jahre Frauenwahlrecht« (Sammelband, 2018).

Mascha Dabić übersetzt Literatur aus dem Balkanraum und lehrt an der Universität Wien u.a. Russisch-Dolmetschen. Sie hat sich wissenschaftlich und literarisch mit dem Thema Dolmetschen in der Psychotherapie für Kriegs- und Folterüberlebende beschäftigt, daraus ist ihr Debütroman „Reibungsverluste“ (Edition Atelier) hervorgegangen. Ihre erste literarische Übersetzung war „Ausgehen“ von Barbi Marković (Suhrkamp), 2019 erschien in ihrer Übersetzung der Roman „Zwei Jahre Nacht“ von Damir Ovčina (Rowohlt).

Eine Veranstaltung von KulturKontakt Austria im Rahmen der Mitgliedschaft im literarischen Netzwerk TRADUKI. www.traduki.eu

Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie uns die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Bild- und Videoaufnahmen, die zur Dokumentation der Veranstaltung entstanden sind.

www.kulturkontakt.or.at

Time

(Tuesday) 20:00 - 22:00

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